Shanghai Tower

Das Semester ist geschafft! Alle Prüfungen und Belegarbeiten sind vorbei:)

Als besonderes Highlight haben wir uns noch den Besuch des 2. größten Gebäudes der Welt aufgehoben mit etwas über 600 Meter. Dank eines unglaublich schnellen Aufzuges, waren wir auch schon in 55 Sekunden im 119. Stock angekommen.


Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang waren wir dann oben und haben die Aussicht genossen bis es dunkel geworden ist.


Ein absolut unvergessliches Erlebnis!

Der Jahreswechsel in Shanghai

Traditionell wird in China kein Silvester gefeiert, die Chinesen feiern am 28. Januar das chinesische Neujahr. Aber da Shanghai zu der größten internationalen Stadt in China gehört, kündigte sich schon zeitig über die verschiedenen Promoter und Kontakte an, dass es sehr viele Partys in Shanghai geben wird. 

Was allerdings nicht klar war, gibt es Feuerwerk oder eine Lichershow in Shanghai? Das Internet sagte alles mögliche, ja nein vielleicht, wenn man Glück hat usw. Vor zwei Jahren gab es am Bund (Skyline von Shanghai) eine Massenpanik, wo sehr viele Menschen starben. Demnach, so redet das gefährliche Halbwissen, habe die aktuelle Regierung Angst und möchte keine Feuerwerk oder Lichtershow veranstalten.

Einige Freunde und ich hatten dann entschieden trotzdem am Bund zu feiern, da alleine der Ausblick und die Location es wert sind.

Gefeiert wurde im Hotel Peninsula in einer Bar im 13. Stock mit perfekter Aussicht auf den Bund.



Die Location war wirklich der Wahnsinn mit (endlich mal wieder) ordentlichem Alkohol und leckeren Snacks. Als Student kam man sich da schon sehr rich vor.

Eine halbe Stunde vor 12 haben wir uns dann alle mit Sekt auf der Dachterasse eingefunden. Untem am Bund war die Hölle los, die ganze Straße stand voll mit Menschen. Nachdem wir das gesehen hatten, war uns klar, dass Shanghai schon etwas zum Jahreswechsel veranstalten muss: warum kommen sonst so viele Chinesen an den Bund? 12 Uhr wurden wir dann eines besseren belehrt – lediglich eine kleine Raketenanimation auf dem höchsten Tower in Shanghai und das wars, nicht mal die Lichter von der Skyline waren mehr an… meiner Meinung nach ein absolutes Armutszeugnis für solch eine lebendinge und große Stadt.

Wir hatten dennnoch einen sehr schönen Abend und wir sind definitiv auf den Geschmack gekommen…

Weihnachten in Shanghai

Wo in Deutschland heute noch in Ruhe der 2. Weihnachtsfeiertag gefeiert wird und Weihnachten in Ruhe verabschiedet wird, sitzen die vorbildlichen Studenten in Shanghai schon wieder in der Universität. 

Es kam leider auch in den letzen Tagen trotz vieler Lebkuchen und Räucherkerzchen keine richtige Weihnachtsstimmung auf – man ist einfach zu weit weg von der Heimat! Doch sogar in China scheint Weihnachten ein bisschen angekommen sein, denn unser Wohnheimeingang wurde (schön) weihnachtlich geschmückt. 


Auch in der Stadt findet man den ein oder anderen schönen Baum:


Zu Weihnachten haben wir uns gegen um 11 Uhr in einem Restaurant getroffen und ein bisschen mit Bier auf Weihnachten angestoßen.

Gegen 18:00 Uhr ging es dann in die Stadt zu einem Japaner mit Live-Cooking, All you can eat und all you can drink.

Wir hatten seit langem mal wieder richtig gutes Sushi und Fleisch, das man in Deutschland wahrscheinlich auch nur in eine sehr guten Restaurant bekommt.

Besonders schön fande ich es, dass die Jungs sich in schicke Anzüge und die Mädchen in elegenate Kleider geworfen haben – wir waren echt eine schicke Truppe!

Wir haben dann leider das „All you can drink“ etwas zu sehr ausgenutzt und haben irgendwann kein Bier mehr bekommen – typisch Studenten. 

Ca. um 1 Uhr war ich dann vollgefressen (wie es sich für Weihnachten gehört) zu Hause.

Alles in allem war es ein schönes Weihnachten in Shanghai.

Das chinesische Schulsystem

Anwesenheit

In Deutschland, besonders in der Uni, ist ein hohes Maß an Selbständigkeit gefragt. Im Endeffekt ist es dem Prof egal, ob du da bist oder nicht, ob du aufpasst oder nicht und ob du die Prüfungsleistung hast oder nicht.

In China funktioniert das leider etwas anders…das schockierendste hier: in jedem Fach gibt es Punkte auf die Anwesenheit, meistens 10 oder 20%. Es ist vielleicht auch ganz gut so, denn sonst würden auch nur so 10 bis 12 Leute von vielleicht 50 am Unterricht teilnehmen (zur Qualität von diesem komme ich später).

Witzig ist natürlich, dass die Anwesenheitslisten zwar durch die Reihen gehen oder die Namen aufgerufen werden, aber im Endeffekt trotzdem fast alle da sind, wie in Deutschland eben.

So quälen sich alle armen Schüler Montag früh halb 8 ins kalte Bad, dessen Fenster leider keine Dämmung haben, machen sich fertig und schlurfen motiviert zur Vorlesung, um nur dort zu sein, um sich ein Häcken abzuholen…

Sieht irgendjemand den Sinn in der Sache? 

Der „Winter“ in Shanghai

Vor ein, zwei Wochen, während es in Deutschland schon an die 0 Grad Grenze kratze, sanken bei uns die Mindestemperaturen langsam auf 8 – 10 Grad. 

Nur leider fühlen sich die für den November noch warmen Termperaturen sehr kalt an und somit hüllten wir uns alle in dicke Jacken, dicke Boots and es wurden reichlich Handschuhe und Mützen gekauft.

Den Chinesen erging es aber irgendwie etwas anders…munter liefen, die Mädels, mit kurzen Röcken im Schulmädchen Outfit und kniehohen Stiefeln über den Campus, während die deutschen Mädchen durch einen dicken Schal und Mütze fast gar nicht mehr gesehen wurden.

Heute scheint allerdings schon wieder die Sonne und die Temperaturen sollen die nächsten Tage wieder auf 17 Grad klettern. Das schöne ist, dass die Sonne in China noch sehr viel Kraft hat und sich dadurch alles sehr schnell wieder aufheizt.

Nicht so schön ist, dass man sogar im Unterricht mit dicker Jacke sitzen muss, da alle Häuser keine Dämmung haben und es auch keine Heizung gibt. Selbst die Prof’s stehen mit Jacke und Schal vor uns und unterrichten.

Ich frage mich auch, ob ich in Deutschland noch weiß, dass man in so einer kalten Jahreszeit die Tür zumachen sollte. Sowohl Eingangstür, als auch die Türen zu allen Zimmern stehen immer offen – da brauch man sich nicht wundern, dass es überall kalt ist….

Ich bin mal gespannt, wann der ach-so-kalte Winter kommt, vor dem uns alles gewarnt haben 😨

China kann endlich weihnachtlich gemacht werden…

Pünktlich zum 1. Advent erreichte mich ein Paket aus Deutschland, was sehr viel Weihnachtsstimmung mitbrachte.

Meine liebe Mami hat mir allerlei Lebkuchen, Schokolade, Gummibärchen und sogar Räucherkerzchen geschickt. Um Weihnachten so richtig feiern zu können, war natürlich für das 21 jährige Kind noch ein Adventskalender mit dabei.

Naturlich musste ich meiner thaländischen Mitbewohnerin erst einmal erklären was das alles ist und warum ich mich so freue. Eine Lebkuchen habe ich ihr auch zum probieren gegeben und sie fande ihn richtig gut.


Hier in China deutet nur sehr wenig auf Weihnachten. 

An manchen Gebäuden innerhalb des Campus findet man aber dann doch Aufkleber mit Happy New Year oder in einem Klassenraum steht sogar ein kleiner Weihnachtsbaum (der Stand aber auch schon im Oktober..)

Am Samstag waren wir in einem kleinen europäischen Viertel, wo es echt schön weihnachtlich geschmückt war.

Ein Tannenbaum stand da auch…die verrückten Chinesen: